Einstieg in die Airbrush-Technik – und schon die Luft raus?

Falsches Equipment sorgt bei Airbrush-Anfängern für Frust:

Airbrush-Fachverband e. V. hilft.

Airbrush-Fachverband e. V.Winterzeit ist Airbrushzeit. Angeregt durch Internet-Videos, TV-Sendungen oder Hobby- und Modellbau-Messen war auch auf den weihnachtlichen Gabentischen 2010 sicherlich wieder die eine oder andere Airbrush-Ausstattung zu finden. Mit viel Enthusiasmus steigen kreative Nachwuchstalente damit in die neue Technik ein – doch die Erfahrung hat gezeigt, dass die Begeisterung leider oft nicht lange währt. „Viele versuchen ihr Glück auf eigene Faust, ohne sich vorher ausreichend zu informieren“, sagt Jörg Warzyceck, Vorsitzender des Airbrush-Fachverbandes e. V. „Nach bestem Wissen und Gewissen kaufen die Leute Farben, Geräte und Kompressoren, die weder auf den geplanten Einsatzbereich noch aufeinander abgestimmt sind. Wenn dann kurz darauf das Gerät verstopft, es unkontrolliert Farbe spuckt oder der Kompressor den Geist aufgibt, ist die Enttäuschung natürlich groß.“

Der Kauf der richtigen Airbrush-Ausrüstung ist nicht einfach, denn je nach Einsatzbereich – z. B. Modellbau, Malerei auf Papier und Leinwand oder Lackierarbeiten an Autos und Motorrädern, Make-up-Anwendungen, Tattoos oder Bodypainting – ist unterschiedliches Equipment notwendig. „Es gibt viele Faktoren, die beim Gerätekauf berücksichtigt werden sollten“, erklärt Fachverbandsmitglied Ulrich Lenz, der seit 20 Jahren das Airbrush-Fachgeschäft „DieDuese.de“ führt. „Der Untergrund, die Flächengröße, der Ort, wo gesprüht werden soll, wie intensiv die Airbrush-Technik eingesetzt werden soll – das alles sind wichtige Auswahlkriterien. Hinzu kommen die Vorkenntnisse und speziellen Vorlieben des Anwenders in der Handhabung der Technik.“ Konkret: Nicht jede Farbe lässt sich mit jedem Airbrushgerät optimal versprühen, nicht jeder Kompressor liefert ausreichend Luft für den angeschlossenen Pistolentyp. Bestimmt möchte die Familie auch nicht den gleichen dröhnenden Kompressor im Wohnzimmer stehen haben, den vielleicht ein Hobby-Lackierer in der Garage verwendet. Und wer sich mit einer feinen Detail-Airbrush an Wandmalerei versucht, dem wird im wahrsten Sinne des Wortes schnell die Puste ausgehen.

„Airbrushbedarf kann man nicht an jeder Ecke kaufen und das ist nicht ganz unbegründet“, so Jörg Warzyceck. „Es handelt sich um Spezialbedarf, der sehr viel Wissen und Beratung erfordert. Airbrush-Anfänger sollten sich deshalb am besten an spezialisierte Fachhändler wenden, statt im Baumarkt nebenan ein vermeintlich günstiges Komplett-Set zu kaufen.“ Viele Airbrush-Fachhändler seien am besten über das Internet zu finden und versendeten ihre Produkte bundesweit, sofern sie nicht in der unmittelbaren Umgebung persönlich zu erreichen seien. Auch der Airbrush-Fachverband e. V. stellt auf seiner Internetseite unter www.airbrushfachverband.de oder telefonisch (Tel. 040 38658264) Adressen von Fachhändlern und Ansprechpartnern sowie Informationen rund um das Thema Airbrush zur Verfügung.

„Wer sein Equipment online bei einem Airbrush-Shop kaufen will, sollte sich auf keinen Fall scheuen, das Beratungsangebot des jeweiligen Anbieters per Telefon oder E-Mail in Anspruch zu nehmen“, bestätigt Ulrich Lenz. „Außerdem sollte man darauf achten, dass der jeweilige Händler auch die passenden Ersatz- und Zubehörteile wie Düsen und Nadeln zu den Geräten im Sortiment hat. Das sind normale Verschleißteile, die jeder Airbrusher immer wieder benötigt. Andernfalls muss man sich alle paar Monate für teures Geld ein neues Airbrushgerät kaufen.“

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