Meine Spritzpistole spuckt…
12.04.09 · Autor: CMM ·
(Aus Leserbriefen der Ausgabe 1 und 2/86) …jedesmal, wenn ich an einer Illustration die letzten Feinheiten mit der Spritzpistole einbauen will, habe ich das gleiche Problem:
Winzig kleine, aber nichts desto trotz deutlich sichtbare Farbtröpfchen vermiesen mir mein Erfolgserlebnis. Ganz besonders fällt mir das bei Weiß auf, beim Spritzen von Lichtern.
Habe ich die falsche Pistole oder die falsche Farbe?
Antwort des Herausgebers:
Ihre Frage erinnert mich fatal an meine eigenen Anfänge in der „Spritzpistolen-Kunst“. Damals hatte ich das Gefühl, eigentlich müsste es „Spuckpistole“ heißen. Aber irgendwann – genau weiß ich es nicht mehr – war der ganze Spuck, Verzeihung, Spuk, dann vorbei.
Mich hat dieses Problem lange nicht gekümmert. Ich hatte es ja nicht mehr. Als ich aber vor einigen Jahren damit anfing, auch andere in Airbrush zu unterrichten, kam es wieder hoch. Inzwischen waren meine Theorie-Kenntnisse erheblich größer geworden und heute schließlich weiß ich, was ich falsch gemacht hatte – und Sie immer noch falsch machen.
Lösung: Stoppen Sie nie die Luftzufuhr, ehe Sie nicht die Farbzufuhr beendet haben!
Wem das zu theoretisch klingt: Zuerst müssen Sie den Bedienungshebel wieder nach vorne geschoben haben, ehe Sie den Finger davon nehmen. Sobald nämlich die Luftzufuhr beendet ist, wird auch keine Farbe mehr angesaugt. Die letzten Tropfen Farbe bleiben dann in der Düse und kleckern beim nächsten Druck auf den Bedienungshebel genau auf die falsche Stelle der Illustration!
Dass Ihnen das ausgerechnet bei Weiß, oder eben bei den letzten Feinheiten einer Arbeit passiert, ist eben die sogenannte „Tücke des Objekts“.
Tun Sie mir bitte nur einen Gefallen: Reißen Sie nicht Ihrem Händler den Kopf ab. Er kann meist nichts dafür. Bedienungsfehler fallen nicht in sein Metier.
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